Für Osterholz-Scharmbeck

Wenn wir die Zukunft gestalten wollen, müssen wir heute damit anfangen. Es ist Zeit, die Weichen für die kommenden 20 Jahre zu stellen und in einem gemeinsamen Prozess mit allen Beteiligten die kommenden Herausforderungen und die Potenziale unserer Stadt herauszuarbeiten, Strategien für die Weiterentwicklung zu erarbeiten und Visionen zu formulieren.

 

Drei Punkte, die mir hierbei wichtig sind:

 

1. Aktive Bürgerbeteiligung

Die „Expertinnen und Experten“ für die Entwicklung der Stadt sind die Menschen, die hier leben. Bürgerinnen und Bürgern sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich zu informieren und Ihre Anliegen einzubringen.

Hierzu eignen sich Bürgerversammlungen, Online-Feedbacksysteme und Social Media. Weiterhin sollten auch Bürgersprechstunden angeboten werden.

Ein wichtiges Anliegen ist mir, jungen Leuten eine Stimme zu geben. Dies könnte beispielsweise in Form eines Jugendrates stattfinden.

 

2. Generationengerechte und nachhaltige Entwicklung

Wohnraum:

Wir benötigen Wohnraum in allen Segmenten – von der kleinen Ein-Personen-Mietwohnung in der Innenstadt bis zum Ein-Familien-Haus in den Ortschaften. Hier muss ein Tätigkeitsschwerpunkt gesetzt werden, indem mögliche Bauflächen und Baulücken identifiziert und beplant sowie vorhandene bebaubare Flächen überprüft werden. Auch sind die Möglichkeiten Energiekonzepte für Baugebiete zu erstellen oder Carsharing mitzudenken möglichst mit zu verwirklichen.

Mobilität:

Den Mobilitätsansprüchen der verschiedenen Altersgruppen können wir unter Klimaschutzgesichtspunkten nur durch einen breiten Mix an Mobilitätsformen gerecht werden. Dafür benötigen wir einen akttraktiven ÖPNV mit Ergänzung durch bedarfsorientierte Angebote sowie eine Elektro- und Wasserstoff-Infrastruktur und auch Carsharing-Angebote.

KiTa und Schule:

Für Eltern und Kinder werden flexible Betreuungsangebote im KiTa-Bereich sowie in Krippen und Horten benötigt und ein vielfältiges, an den individuellen Bedürfnissen orientiertes Bildungsangebot an den weiterführenden Schulen.

Freizeit und Vereine:

Handlungsbedarf besteht darüber hinaus im Freizeitbereich. Vorhandene Angebote von Vereinen, Institutionen und gewerblichen Anbietern sollten durch Information bekannt gemacht (z.B. durch die Nutzung sozialer Medien oder Apps) und die Entwicklung neuer Angebote unterstützt werden. Dies trägt zur Standort- und Lebensqualität erheblich bei.

 

3. Starke Wirtschaft und Arbeitsplätze vor Ort

Gewerbegebiete:

Wir sollten die Lage unserer Stadt als Chance begreifen und nicht als Nachteil. Im Umfeld des Zentrums Bremens besteht durchaus ein Entwicklungspotential, wie uns die anderen Städte im Nahbereich des Oberzentrums zeigen. Hierfür müssen wir zeitnah moderne Gewerbegebiete mit klaren Strukturen und einer zeitgemäßen Infrastruktur, insbesondere der digitalen Anbindung, entwickeln und vorhalten.

Innovationsstandort:

Wichtig ist die Entwicklung der Innenstadt – nicht nur in baulicher und langfristiger Hinsicht, sondern auch in kurzfristiger Hinsicht, um den zunehmenden Leerständen entgegenzuwirken und den aktiven Innenstadthändlern in der schwierigen aktuellen Lage zu helfen.

Osterholz-Scharmbeck sollte Fördermöglichkeiten gezielt nutzen, um Standort für innovative Projekte zu werden und Existenzgründern - den potentiellen Arbeitgebern von morgen - eine Chance zu geben z.B. durch Pop-Up-Stores und Co-Working-Places.

Regionale Vernetzung:

Das Angebot regionaler Unternehmen und die Vielfalt regionaler Produkte sollte vernetzt werden, um gemeinsam mit touristischen Angebote und landwirtschaftlichen Betrieben zur Marke „Osterholz-Scharmbeck“ beizutragen. Dies kann z.B. durch die Bereitstellung von Geschäftsräumlichkeiten für einen Regional-Marktplatz erfolgen.