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31.05.2019, 11:27 Uhr
3 Wochen Schließzeit in den KiTas?
Diskussionen um Fachkräftsmangel
In den städtischen KiTas fehlen Erzieherinnen. Dadurch kam es in der Vergangenheit bereits bei Krankheitsphasen zu spontanen Schließungen. Sind 3 Wochen Zwangsschließung in den Sommerferien die Lösung?

Überrascht waren wir als Eltern auf uns zukamen und berichteten, dass in ihrer KiTa ein Zettel hängen würde, auf welchem angeblich im Namen der Stadtverwaltung bekannt gegeben wurde, dass ab Sommer 2020 alle städtischen KiTas drei Wochen in den Sommerferien (sowie an einigen weiteren Tagen) schließen würden. In der CDU-FDP-Stadtratsgruppe hatten wir keine Kenntnis von derartigen Planungen, geschweige denn, dass es auf politischer Ebene einen entsprechenden Beschluss gegeben hätte. Wir haben darauf eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, da wir der Auffassung waren, dass ein derartiges Thema in einer öffentlichen Fachausschusssitzung besprochen werden sollte.

Im Nachinein erhielten wir dann Anschreiben von verschiedenen Beteiligten, unter anderem von Elternvertretungen weiterer KiTas (die sich an alle Fraktionen wandten), aus welchen sich ergab, dass offensichtlich an den meisten KiTas die Eltern nicht in diese Planung einbezogen wurden, davon überrascht wurden und den Eindruck hatten, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.

Ob Schließzeiten in den Sommerferien tatsächlich dazu führen, dass es keine spontanen Schließungen in Krankheitsphasen gibt oder den Fachkräftemangel zu beheben, darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Aber wir wünschen uns durchaus Kommunikation, Information und Transparenz. In Gesprächen mit den Beteiligten ist deutlich geworden, dass es durchaus Kompromissvorschläge gibt und in einigen Einrichtungen bereis die Urlaubszeiten miteinander und auch mit den Eltern abgstimmt werden. Wenn wir gemeinsam im Gespräch sind, finden wir Lösungen. Der Eindruck vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, schafft Unzufriedenheit und Gegenwehr. Wir halten es daher für richtig, sich noch einmal die Zeit zu nehmen, diese Gespräche mit Eltern und Erzieherinnen zu führen und vielleicht werden dabei ja auch Kompromisse erzielt, die schon vor Sommer 2020 umsetzbar sind.